lebenswerter Freiraum:

Wohnen am Niederfeldsee / Uferviertel

Infos

Projekt-Partner

  • Stadt Essen
  • Grün & Gruga Essen
  • Allbau GmbH
  • Goldstein und tranig architekten
  • RVR Regionalverband Ruhr
  • Fox und Hoffmann Landschaftsarchitekten
  • Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Instutition

Stadt Essen, Amt für Stadtplanung und Bauordnung

Website

www.essen.de

Beschreibung

Lebensräume schaffen, Stadtraum gestalten und Engagement fördern, das sind die Leitmotive bei diesem Stadtumbauprojekt mit folgenden Konzeptinhalten: • großflächige Planung und Ausführung des 2 ha großen Niederfeldsees inkl. der angrenzenden Freiräume (4 ha): begleitende Promenaden und architektonisch gestaltete Plätze als urbanes Umfeld für das neue Stadtquartier und einem landschaftlichen Teil: organisch gestaltet mit Wiese und geschwungenen Wegen zur Erholung und Regeneration • Anpassung des Wohnraum-/Gebäudebestandes der Allbau GmbH durch Abriss und Neubau als als modernes, urbanes Wohnquartier, dem neuen „Uferviertel“ • neue Rad- und Flanierwege auf der ehemaligen Trasse der Rheinischen Bahn (Radschnellweg RS1) mit bester Anbindung an die City

Ziel

• eine nachhaltige Quartiersaufwertung mit neuen Qualitäten für einen wirksamen Imagewandel im Stadtteil Altendorf (Soziale Stadt/Stadtumbau) • die Öffnung des angrenzenden Umfeldes/Stadtteils durch Abbruch des Bahndammes und die Verlagerung von Kleingartenflächen • Zusammenführen von Einzelprojekten, wie z. B. "Neue Wege zum Wasser", Radtourismus, Aufgreifen von benachbarten Neubauprojekten • Wohnungsüberangebot an nicht mehr marktgängigen Mietwohnungen (ca. 180 WE) beseitigen und moderne, aktuelle Produkte schaffen, um neue Zielgruppen für das Quartier anzusprechen • nachhaltige Durchmischung der Bewohnerstruktur zur (sozialen) Stabilisierung des Quartieres • Erstellung von ökologisch nachhaltigen Neubauten • Hohe Akzeptanz durch kontinuierliche Anwohnerbeteiligung

Herausforderungen

Es galt, das städtebauliche Umfeld mit erheblichen Akzeptanzproblemen und wohnungswirtschaftliche Problemen grundlegend anzugehen, die Vernachlässigung im öffentlichen Raum, eine Sicherheitsproblematik und zunehmende Desinvestition zu beenden. Zudem musste eine Lösung für die Bahn-Zäsur und die ungünstige Topographie der Umgebung (Niederfeld) gefunden werden. Die Investition in den öffentlichen Raum war eine Vorleistung, um privates Engagement und Investitionen zu generieren, gleichzeitig waren die neu erreichten Qualitäten maßstabsgebend

Kooperationen

In der Stadtverwaltung wurde mit dem städtischen Wohnungsbauunternehmen, der Allbau GmbH, und weiteren wichtigen Akteuren eine übergreifende Projektgruppe zur Steuerung der Arbeitsschritte eingerichtet.
Weitere Kooperationen:
• frühzeitige Einbindung der Bürger (Versammlungen, Veranstaltungen, fortlaufende Presseinformationen)
• regelmäßige, öffentliche Baustellenbegehungen (Niederfeldsee + Uferviertel)
• Installation des IdEE-Netzwerks (Initiative durch Einzel-Eigentümer): Aktivierung von benachbarten Einzeleigentümern zur Aufwertung ihrer Bestände
• Bildung einer freiwilligen Bürgerinitiative zur Reinigung der Grünflächen (ThyssenKrupp-Park, Radtrasse, Niederfeldsee)
• bis heute Allbau-Lauf (Kurzmarathon um den See)
• Kooperation mit dem RVR zur Umnutzung der alten Bahntrasse zum Radsch

Mehrwert

Aufgrund der städtebauliche Qualität und des Imagegewinns werten viele Eigentümer im Umfeld ihre Immobilien durch Modernisierung, Balkone oder Fassadengestaltung auf. Zudem säubern Paten ehrenamtlich durch regelmäßige Aktionen das Seeumfeld. Das Projekt ist kleinteilig auf das Quartier bezogen, damit "maßgeschneidert". Mit dem Ziel, ausdrücklich kein elitäres Quartier zu bilden, sondern vielmehr Angebote für die dort lebenden Menschen unter Hinzugewinnung von neuen Zielgruppen zu schaffen, wurde ein lebendiger Wohnstandort und Stadtraum mit hoher Akzeptanz geschaffen. Es stellt somit einen Piloten für ähnlich gelagerte Aufgabenstellungen und ergänzt die Reihe von der Innenstadt (Univiertel) über das Thyssen-Krupp Headquarter und den Krupppark Die Brücke über den Niederfeldsee steht proto

Besonderheit

Dass das Gesamtkonzept hervorragend am Markt platziert werden konnte, ist an der nahezu 100%igen Vermietungsquote in den Neubauten bereits vor Fertigstellung abzulesen. Mieter in den Abrissobjekten und Kleingärtner konnten innerhalb von Altendorf umziehen. Unterstützung bei Ersatzwohnraum und Entschädigungen für die Kleingärtner haben dies gewährleistet. Die Akzeptanz und Wertschätzung dieses neuen Stadtraums zeigt sich in der Bildung einer freiwilligen Bürgerinitiative zur Reinigung der Grünflächen und in der intensiven Nutzung der vielfältigen Grün- und Platzflächen insbesondere an schönen Sommertagen. Auch bei der Durchreise über die den See überspannende Brücke (Wettbewerbsergebnis) der regionalen Radwegetrasse (Rheinische Bahn) erfreut sich der Besucher an diesem gelungenen Freira

Daten

Projektstatus

Fertiggestellt seit Ende 2014