Solarkiosk

3. Platz / Ökologische Wirklichkeit

Beschreibung

Das Konzept Solarkiosk bietet eine „off-grid“ Lösung für nachhaltige Energieversorgung und stellt ein leistungsstarkes, solarbasiertes und gemeinschaftliches Geschäftsmodell für ländliche Gegenden bereit: kleine Unternehmen können ihren Kunden verschiedene Dienstleistungen, wie das Aufladen der Handybatterie oder Internetzugang bieten. Es können zudem Medikamente gekühlt und saubere Solarlampen erworben werden. Bei dem solarbetriebenen Kiosk handelt sich um ein „Bausatz-Design“, das flexibel genug ist, überall aufgebaut werden zu können. Während die elektrischen Komponenten zentral gefertigt werden um Qualität und Beständigkeit zu garantieren, können alle restlichen Teile aus lokalen Materialien wie Bambus, Holz, Lehm, Stein, Metall oder sogar aus recycelten Waren produziert werden.

Ziel

Mit sauberer Solarenergie und einem integrativen Geschäftsmodell soll Solarkiosk für Energieversorgung, Konnektivität und Kommunikation auch in abgelegenen Regionen sorgen. Die Kioske geben den Menschen vor Ort die Möglichkeit, sich neue Fähigkeiten anzueignen und wirtschaftliche Stabilität zu erlangen, ihre Gesundheit und die Umwelt zu schützen und direkten Zugang zu globalen Märkten zu erhalten, ohne Zensur oder finanzielle Kontrolle durch Regierungen oder Konzerne.

Herausforderungen

Für etwa 16 % der Weltbevölkerung endet der Großteil der sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten mit Einbruch der Dunkelheit. 1,5 Milliarden Menschen weltweit müssen ohne Strom leben - 600 Millionen davon allein in Afrika. Paradoxerweise geben diese "netzfernen Haushalte" im Durchschnitt 40 % ihres gesamten Einkommens für alternative, nicht nachhaltige Energiequellen wie Kerosin, Dieselgeneratoren, Holzkohle und Trockenzellenbatterien aus - eine erhebliche Gefahr für Gesundheit und Umwelt. Solarkiosk hat die Chance ein Hebel zu werden, um Millionen Menschen Zugang zu sauberer Energie und Kommunikation zu ermöglichen und damit Wachstum zu fördern.

Kooperationen

Durch das modulare Design lassen sich mehrere Solarkioske zu neuen Nutzungsmöglichkeiten zusammenbauen. So entstanden bisher Connected Solar Schools und Solar Clinics, die in Flüchtlingslagern in Jordanien und Bangladesch aufgebaut wurden. Bisherige Kooperationspartner sind SES, Coca Cola, UNICEF, Siemens Stiftung

Mehrwert

Nach nur fünf Sonnenstunden kann der Solarkiosk drei Tage betrieben werden. Es handelt sich hierbei um Sonnenenergie, die unabhängig vom Stromnetz mit Sonnenkollektoren, Transformatoren und guten Batterien generiert wird. Jede Kilowattstunde, die im Solarkiosk produziert wird, ersetzt die Verbrennung von Kerosin, Kerzen und anderen fossilen Brennstoffen, die CO2-Emissionen produzieren. Überall in Afrika gibt es Dieselgeneratoren: schmutzige und teure Energie - sie kostet dreimal so viel wie die am Solarkiosk. Über die Solarkollektoren wird genug Energie gewonnen, um einen Kühlschrank zu betreiben. Solarkiosk kann eine Stütze für einkommensschwache Gemeinden sein und das Leben von Millionen von Menschen in wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Hinsicht verbessern.

Besonderheit

Während die elektrischen Komponenten zentral bezogen und vormontiert werden, um Qualität und Langlebigkeit zu gewährleisten, können alle anderen Materialien lokal gefertigt und zusammengebaut werden. Durch ein Solarkiosk können bis zu sieben Menschen einen Arbeitsplatz erhalten.