Schöne Aussichten - der neue Nordpark

Bewerbung / lebenswerter Freiraum

Beschreibung

Der Nordpark umfasst ein Gebiet von ca. 40 Hektar. Er ist ein wichtiger Bestandteil der grünen Infrastruktur der Stadt. Seine Entstehung (1895) verdankt er der Initiative des 1893 gegründeten Nordstädter Bürgervereins (NBV). Neben dem zeitgemäßen Spiel-und Sportangebot für Kinder und Jugendliche werden in dem neuen Parkkonzept die außergewöhnlichen Blickbeziehungen in die Stadt und das Tal der Wupper über einen ca. 1,5 km langen Panoramaweg inszeniert. Außergewöhnliche Aussichtspunkte, neue Wegführung, mehr Sitzmöglichkeiten, ein neuer Spielplatz, ein Fitnessparcours, ein öffentlicher Biergarten auf der Bastion und der Skywalk gehören zu den neuen Attraktionen.

Ziel

Ziel des Projektes war es, den in die Jahre gekommenen Nordpark einschl. Spielplatz für Parkbesucher aller Generationen wieder attraktiv zu machen. Die Parkanlage ist für die angrenzenden Stadtteile, welche aufgrund der dichten Bebauung kaum über Freiräume verfügen, die einzige große zusammenhängende Freifläche. Mit der Neugestaltung wurde eine Naherholungs- und Freizeitfläche für die Menschen aus den angrenzenden städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligten Stadtquartieren geschaffen, die sich schon während der Bauzeit großer Beliebtheit erfreute. Über Jahrzehnte war der Nordpark mehr Wald als Grünanlage. Erst mit den Fördergeldern konnte der Park entwickelt werden.

Herausforderungen

Die besondere Herausforderung für „arme Städte“ wie Wuppertal liegt in der Finanzierung dieser oder vergleichbarer Maßnahmen. Der NBV hat die Stadt mit 60.000 € bei der Finanzierung unterstützt. Die notwendigen restlichen Eigenmittel wurden von der Stadt finanziert. Der Nordpark wurde in das Städtebauförderungsprojekt "Soziale Stadt Oberbarmen/Wichlinghausen" aufgenommen und seit 2012 mit insgesamt 1,8 Millionen Euro (80 Prozent der Gesamtkosten) gefördert. Zwei weitere Herausforderungen galt es zu bewältigen: Nachdem der Nordpark aus dem Dornröschenschlaf erwacht war, galt es, die Frage der erforderlichen Parkplätze sowie der Toiletten zu klären. Für Toiletten gibt es keine Finanzierung, Parkplätze werden nicht gefördert. Bei der Toilettenfrage wird eine Kooperation mit dem Betreiber der

Kooperationen

Von Anfang an erfolgte die Projektplanung in enger Abstimmung zwischen Stadt, Nordstädter Bürgerverein, Politik, Betreiber der Turmterrassen, Quartierbüro, Anwohnern, Förderverein Historische Parkanlagen sowie den Fachplanern. Bei allen Beteiligten war immer der Wunsch zu spüren, im Nordpark etwas ganz Besonderes zu schaffen. Bei der engen Abstimmung mit dem Nordstädter Bürgerverein und dem Betreiber der Turmterrassen ging es vor allem um Grundstückszuschnitte und Vereinbarungen gestalterischer Art. Dass der Umbau des Nordparks mit der Sanierung der Turmterrassen zusammen fällt, ist Zufall und der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Beide, Park und Gastronomie, werden voneinander profitieren. . Die gute und reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligten wird in eine Eröffnungsfeier im Septembe

Mehrwert

Dank der Förderung durch das Programm „Soziale Stadt“ wurden nicht nur viele Orte neu gestaltet, sondern mit dem Skywalk auch eine neue, das Stadtbild prägende Attraktion mit phantastischem Blick über Wuppertals Osten geschaffen. In etwa sieben Metern Höhe bietet der 16,5 Meter lange Aussichtssteg einen unvergleichlichen Blick über die Stadt. Wenn die Turmterrassen voraussichtlich 2020 eröffnen, zeitgleich weitere Parkplätze angelegt sind und die Zufahrtsstraße Mallack ertüchtigt ist, wird der Nordpark 125 Jahre nach seiner Gründung die erste Adresse für viele Erholungssuchende sein.

Besonderheit

115 Jahre nach der Entstehung des Nordparks sah es lange nicht so aus, dass sich im Nordpark etwas bewegen würde. Die Stadt durfte den für eine Förderung erforderlichen Eigenanteil nicht aufbringen, obwohl sich der Nordstädter Bürgerverein bereit erklärte, den Eigenanteil zu übernehmen. Eine Bedingung war, dass die Stadt Wuppertal in jedem Fall 10 % der Fördersumme selber aufbringen musste. Im Sommer 2011 wurde schließlich gemeinsam mit Vertretern des Landes NRW ein Weg gefunden, das Projekt der „Sozialen Stadt Oberbarmen/Wichlinghausen“ trotz der schwierigen finanziellen Situation der Stadt Wuppertal zu realisieren. Nach drei Jahren Diskussion um Fördergelder konnte der erste symbolische Spatenstich zur umfangreichen Sanierung gesetzt werden. Nur durch das gemeinsame Engagement vieler ko