kommunikative Stadtgestaltung:

Ideenmeisterschaft #MitteBremen

Bewerber

JES - Julia Erdmann Socialtecture

Projekt-Partner

  • Dr. Carsten Sieling (Präsident des Senats und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen)
  • Martin Günthner (Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen)
  • Dr. Joachim Lohse (Senator für Umwelt, Bau und Verkehr)
  • Kurt Zech (Zech Group GmbH)
  • Dr. Joh. Christian Jacobs (Joh. Jacobs & Co.)
  • Friedrich Meinikat (HPC Germany GmbH)
  • Johannes v. Mutius (DIC Asset AG)
  • Thomas Scherer (Denkmalneu)
  • Stefan Nökel (Sparkasse Bremen AG)

Website

http://www.jes.place

Beschreibung

Konzeption und Durchführung der Ideenmeisterschaft #MitteBremen: Neuartiger ergebnisorientierter interaktiver und kooperativer Prozess, um die Bremer Innenstadt zukunftsfähig zu positionieren. Dynamische Woche im September 2018, 100 Teilnehmer und verzahnte Formaten: 1. Bremer Stimmen: Eintauchen in die DNA des Ortes 2. InspirationSummit: Trend- und Expertenforum mit 9 Impulsgebern, 3. IdeeAthlon: interdisziplinäre, co-kreative Arbeit in fünf Teams für konzeptionelle und stadträumliche Lösungen, visualisiert durch Illustrationen/Modelle 4. IdeenRat: Diskussion und Würdigung der Ideen in der Bremer Bürgerschaft. 5. Innovatives Arbeiten mitten im Betrachtungsraum (IdeenZentrale) 6. Kommunikative Begleitung, um die Bremer Stadtgesellschaft über den Prozess zu informieren und einzubinden.

Ziel

Konzepte/Ideen für die Fragestellungen: Identität: Wofür soll die Mitte Bremen stehen? Zukunftsvision, Positionierung Nutzungsmix: Was passiert hier in Zukunft? Attraktivität der Innenstadt, tragfähige Nutzungsmischung Handel: Was wollen wir hier in Zukunft kaufen, erleben? Entwicklung eines zukunftsfähigen Einzelhandels i.V.m. Gastronomie, Dienstleistungen, Tourismus, Wohnen Mobilität: Wer kommt wie in die Innenstadt? Sicherung der verkehrlichen Erreichbarkeit, u.a. durch innovative Mobilitätsangebote Stadtraum, Architektur: Wie kann der Stadtgrundriss erneuert werden?
Was ist typisch Bremische Architektur? Auseinandersetzung mit Städtebau- und Architekturqualität, die Bremisch ist und Zeichen setzt; Erneuerung des Stadtgrundrisses durch Vernetzung und Qualifizierung der öffentlichen

Herausforderungen

Notwendige gemeinsame Vision bzw. fehlender Konsens der Beteiligten, was nach einem Abriss des Parkhauses Mitte auf dem Areal entstehen soll (geografisch „Mitte Bremen“). Mangelnde Attraktivität eines Teils der Bremer Innenstadt durch starke Fokussierung auf Parkhäuser und Anlieferverkehr, großmaßstäbliche Warenhäuser, “in-die-Jahre-gekommene“ Architektur. Fehlende räumliche, konzeptionelle Verbindung zwischen dem historischen Teil der Innenstadt (UNESCO Weltkulturerbe) und der #MitteBremen. Notwendige Präzisierung von Konzepten für die Zukunft der Innenstadt unter Einbeziehung gesellschaftlicher Entwicklungen/Trends: Reurbanisierung, Digitalisierung, Demografie, Nachhaltigkeit, Sharing Economy. Kein ausgeprägtes Bewusstsein für die großen Stärken der Freien Hansestadt Bremen (Selbstbild)

Kooperationen

Die Ideenmeisterschaft ist ein co-kreativer und grundsätzlich partnerschaftlicher Prozess. Die Beteiligten arbeiten auf Augenhöhe. Die Bedingungen der Ideenmeisterschaft #MitteBremen waren für alle Beteiligten transparent. Es ging nicht um den Sieg eines einzelnen Architekturbüros/Konzeptteams, sondern darum, in einer intensiven Meisterschaft die besten Ideen zu finden. Anders: Co-petition statt Competition. Die Teams in Bremen waren heterogen aufgestellt: Männer und Frauen von 20 bis 70, mit den unterschiedlichsten beruflichen Erfahrungen – vom jungen Gründer bis zur gestandenen Unternehmerin, Sicht von außen und Bremer Köpfe. Die IdeenZentrale stand während des Prozesses stets offen: Für die politischen Entscheider, die sich über den Stand der Dinge informierten ebenso wie für Passanten.

Mehrwert

Die Ideenmeisterschaft #Mitte Bremen gibt dem Prozess inhaltlich wie sozial einen sehr kräftigen Impuls und kann ihn beschleunigen. Alle Beteiligten haben neue Netzwerke geknüpft, durch Vor- und Querdenken wurden neue Lösungsansätze erarbeitet, die vorher nicht im Raum standen. Durch die Offenheit des Prozesses, die Kommunikationsarbeit und eine Ausstellung der Ergebnisse erhielten und erhalten die Bremer Einblick in die Entwicklungen. Die Entscheider der Stadt Bremen, der Hauptinvestor Kurt Zech und die weiteren Partner und Stakeholder haben fundierten Einblick in die Entstehung der Ideen erhalten und ein größeres Verständnis für die Ansprüche und Interessen der Beteiligten erlangt. Architekten konnten abseits eines klassischen Architekturwettbewerbes ihre Expertise einbringen.

Besonderheit

Die Ideenmeisterschaft #MitteBremen ist einzigartig in ihrer Kombination der Formate: Tiefes Verstehen des Ortes durch Erkundungen und Bremer Know-How, Inspiration und Wissen durch Impulsgeber, co-kreatives Arbeiten in interdisziplinären Teams mit eigens entwickelten Methoden aus Innovation und Stadtgestaltung sowie Würdigung der Ideen durch einen einflussreich besetzten IdeenRat. Die erarbeiteten Ideen für die Mitte Bremen zeigen die Stärken der Stadt aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Hier wird deutlich, wie wertvoll die in der Ideenmeisterschaft angelegte, einzigartige Vielfalt der Perspektiven auf die Freie Hansestadt Bremen ist. Die neuen Lösungswege zeigen konzeptionelle Schwerpunkte und städtebauliche Ansätze, die nur durch das co-kreative Arbeiten der Teams entstehen konnten.

Daten

Projektstatus

Wurde im September 2018 durchgeführt. Zurzeit wird in Bremen an nächsten Schritten bezüglich der Innenstadtentwicklung sowie im Bereich des Areals Parkhaus Mitte gearbeitet. Senat und Eigentümer befinden sich in Abstimmung.

(Voraussichtliche) Fertigstellung

In den 2020er Jahren