Reaktivierte Zentren:

Alte Feuerwache Kiel

Infos

Projekt-Partner

  • Landeshauptstadt Kiel, Dezernat für Stadtentwicklung und Umwelt, vertreten durch Bürgermeister Peter Todeskino
  • Projektgesellschaft Alte Feuerwache Kiel mbH & Co. KG
  • Zastrow+Zastrow Architekten und Stadtplaner, Kiel
  • LRW Architekten und Stadtplaner, Hamburg
  • Böge Lindner K2 Architekten, Hamburg
  • kfp Kontor Freiraumplanung, Hamburg
  • Fotografie Dorfmüller Klier
  • Rohwer Immobilien GmbH, Kiel
  • Kraus Schönberg Architekten, Hamburg

Instutition

Landeshauptstadt Kiel, Dezernat für Stadtentwicklung und Umwelt

Website

http://www.kiel.de

Beschreibung

Das Quartier „Alte Feuerwache“ ist ein zentraler Baustein zur Revitalisierung der Kieler Innenstadt. Es liegt am Rande des alten Stadtkernes und diente als Standort der namensgebenden "Alte Feuerwache". Im zweiten Weltkrieg nahezu vollständig zerstört und nur noch als Parkplatz genutzt, ist auf dem 6,5 ha großen Gelände nun ein urbanes Quartier mit 68 Eigentumswohnungen, 50 Studentenwohnungen, sechs Stadthäusern und einer Gewerbenutzung für unterschiedlichste Wohn- und Nutzergruppen entstanden.

Ziel

Mit dem Projekt wurde das Ziel verfolgt, die Innenstadt wieder stärker zu einem Ort des Lebens und Wohnens für eine große Vielfalt an Wohn- und Nutzergruppen zu machen und so zur Aufwertung und Wiederentdeckung der Kieler Innenstadt beizutragen. Dabei wurde insbesondere Wert darauf gelegt, die spezifischen stadträumlichen Qualitäten einer Altstadt und ihrer öffentlichen Räume durch eine sorgfältige städtebauliche Typologie aus Gassen, Wegen und Aufweitungen zu integrieren.

Herausforderungen

Im Zuge der Wiederaufbauplanung wurde auf die Rekonstruktion der Altstadt weitgehend verzichtet. Neue Verkehrsachsen und Parkflächen dienten der autogerechten Erschließung, für das Wohnen war in der neuen Altstadt jedoch kein Platz mehr. Die Folge waren innerstädtische Brachflächen, Leerstände und abendliche Leere. Das Projekt trägt dazu bei, bisher untergenutzte Flächen zur Etablierung von Wohnen zu mobilisieren und damit die Innenstadt wieder zu einem Ort des Lebens zu machen.

Kooperationen

Das Quartier bezieht seine Qualität aus einer hohen Gewichtung baulich-räumlicher Gestaltung. Ausgangspunkt bildete ein durch die Landeshauptstadt Kiel ausgelobtes, 2-stufiges städtebauliches konkurrierendes Verfahren (1. Preis: Zastrow+Zastrow), dessen räumliche Qualitäten durch weitere qualifizierende Hochbauverfahren (LRW Architekten und Stadtplaner, BLK2 Architekten) und eine hochwertige Freiraumplanung (kfp Kontor) bis in die Architektur der einzelnen Gebäude übersetzt wurden.

Mehrwert

Neben der unmittelbaren Schaffung von Wohnraum für eine vielfältige Bewohnerschaft und der Aktivierung ungenutzter Flächenpotentiale soll das Quartier besonders eine Attraktivitäts- und Nachfragesteigerung für die unmittelbar angrenzende Innenstadt bilden. Das Quartier ist in diesem Sinne Hebel für eine Re-Urbanisierung und Wiederentdeckung der Kieler Innenstadt als Ort des Wohnens, Arbeitens und Lebens.

Besonderheit

Die besonders vielfältige Mischung unterschiedlicher typlogischer Wohnformen von Eigentumswohnungen über Stadthäusern bis zu Studentenapartments soll zu einer breiten Mischung von Bevölkerungsschichten in der Innenstadt beitragen. Unterstützt wird dies durch die hohe Bedeutung und Qualität des gemeinsamen öffentlichen Stadtraumes, der in Form neuer Altstadtgassen nicht nur Begegnungsort der Bewohnerschaft, sondern auch Teil eines neuen Stadtkerns für alle bildet.

Daten

Projektstatus

fertiggestellt